Killifische (Eierlegende Zahnkarpfen) gehören zu den farbenprächtigsten Süßwasseraquarienfischen überhaupt. Viele Jahre galten sie unter erfahrenen Aquarianern als Geheimtipp (in Farbenpracht und Fortpflanzungsverhalten). Durch die Einführung der Nanobecken wagen sich mittlerweile mehr Leute an das Thema Killifische. Allerdings endet der erste Versuch meistens mit Enttäuschungen, weil Killifischanfänger die unterschiedlichen Lebensbedürfnisse ihrer Pfleglinge nicht kennen.
Unser derzeitiges Sortiment umfasst nur ein kleines Standartprogramm an Killifischen. Auf Wunsch versuchen wir Ihnen auch andere Arten zu besorgen.
Killifische werden seit Ende des 19. Jahrhunderts in Aquarien gepflegt. Matrosen brachten sie oft unter schwierigsten Bedingungen aus Nordamerika und Afrika zu uns. Der Name Killifische kommt nicht aus dem englischen (to kill = töten) sondern aus dem niederländischen "Kil-vissen" (kleine Gewässer = altniederländisch kil und vissen = Fische) Wörtlich übersetzt bedeutet dieser Name Fisch aus dem kleinen Gewässer. Killifische sind weltweit verbreitet mit Ausnahme von Australien und arktischen Gebieten. Die größte Artenvielfalt und die farbenprächtigsten "Killis" kommen aus Afrika und Südamerika.
Europäische Killifische kommen nur in den Regionen rund um das Mittelmeer vor, dort besiedeln sie auch Brackwasserbiotope, deren Salzgehalt ein Mehrfaches der Meeressalzdichte betragen kann. Sie leben auch an extremen Punkten, wie Oasen in der Sahara und Bitterseen in der Türkei. Es gibt Arten, die Temperaturen zwischen 37° (Cyprinodon pachycephalus) und 43° C (Cyprinodon nevadensis) überleben. Die Lebensweise der Killifische ist recht unterschiedlich. Es gibt Saisonfische, die nicht älter als 9 Monate werden, da die Gewässer in denen sie leben vollständig austrocknen. Sie legen ihre Eier im Bodengrund ab, der auch in der Trockenzeit relativ feucht bleibt. Sobald die Regenzeit beginnt schlüpfen die Jungfische, die sich wiederum nach 4-6 Wochen fortpflanzen können.
Außer den Saisonfischen gibt es noch Killifische aus Gewässern, die nicht immer austrocknen (z. B. Aphyosemion walkeri) und Killifische aus Gewässern, die nie austrocken (z. B. Epiplatys, Aphyosemion und Roloffia). Die Wasserwerte und Temperaturen können nicht verallgemeinert werden, da die Fische die unterschiedlichsten Lebensräume besiedeln. Das ideale Futter für Killifische ist Lebendfutter (Mückenlarven, Daphnien...) und Frostfutter. Sie sind auf Dauer nicht mit Trockenfutter zu ernähren und zum Ablaichen zu bringen.
| Kap Lopez - Aphyosemion australe |
Kap Lopez - Aphyosemion australe
Vorkommen: Ursprünglich aus Gabun heute alles NZ. Ist in der Natur ausgerottet!! Sozialverhalten: kann mit kleinen Afrikanischen Barben und Leuchtaugen fischen vergesellschaftet werden Futter: kleines Lebendfutter, Frostfutter Beckengröße: 60x30x30cm Temperatur 21 - 24° C Größe: bis ca. 6cm Männchen bunter Wasserwerte ideal: pH 5,5-7,5 3° bis16° dKH Besonderes: In einem 60er Becken 3 Männchen auf 7 bis 8 Weibchen halten! Becken dunkel, dicht bepflanzt einrichten

| Streifenhechtling - Piku Aplocheilus lineatus |
Streifenhechtling Piku Aplocheilus lineatus
Vorkommen: in den verschiedenen Gewässern Indiens und in Sri Lanka Sozialverhalten: nur mit größeren Fischen, die sich ruhig verhalten vergesellschaften Futter: Insektenlarven und Frostfutter Beckengröße: ab 80cm Temperatur 23-29° C Größe: circa 10-12cm Wasserwerte ideal: pH 6-9 <15° dGH Besonderes: Ein Männchen mit mehreren Weibchen halten, das Becken sollte teilweise dicht bepflanzt sein

| Zwergringelhechtling - Pseudoepiplaty annulatus |
Zwergringelhechtling Pseudoepiplaty annulatus
Vorkommen: in Afrika von Guinea bis Niger Sozialverhalten: eignet sich als Oberflächenfisch für das afrikanische Gesellschaftsbecken Futter: Trockenfutter, Frostfutter, am besten ist kleines Lebendfutter Beckengröße: ab 60cm Temperatur 23-27° C Größe: bis zu 4cm Wasserwerte ideal: pH 6,8-9 >12° dGH Besonderes: Ein Männchen mit mehreren Weibchen halten

Amiets Prachtkärpfling - Aphyosemion amieti Bunter Prachtkärpfling, Kap Lopez - Aphyosemion australe Vielfarbiger Prachtkärpfling - Aphyosemion bitaeniatum Gestreifter Prachtkärpfling - Aphyosemion striatum Streifenhechtling, Gold - Aplocheilus lineatus
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